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Plooh kam im
Januar 2001 zu uns. Zu Ihr kamen wir wie die Jungfrau zum Kinde. Zumindest fast.
Geplant war sie nicht, sondern eher eine "Liebe auf den ersten Blick"
-Entscheidung. Und da bei Nora zu der Zeit erste Anzeichen von Arthrose
auftauchten und wir uns Gedanken machten, was ist wenn...
Nun, damit war auch der härteste Brocken (sprich "Alt"-Frauchen) überzeugt, die
kleine Freche mit dem losen Mundwerk zog ein......und diese nett daher gesagte
Beschreibung sagt schon viel aus....dazu aber gleich mehr!
Plooh kannten wir schon vom 3.Tag an....damals war sie
natürlich noch völlig harmlos *g* und keiner dachte zu der Zeit daran, dass sie
8 Wochen später bei uns einziehen würde.....aber so kam es dann und der
Miniaturteufel (Plooh war damals- im Gegensatz zu heute- wirklich nicht die
Größte...) kam selbstbewusst bei uns herein spaziert. Gwen wurde sofort als
Beißwurst beschlagnahmt und Nora wurde gemieden....verteilte die Chefin
doch eine Rüge nach der anderen...... Mit 9 Wochen hat der Bonsai-Satan dann den
ersten Disput mit Nora: Diese wagte es, sich beim Fressen dem Napf zu stark zu
nähern, da wollte man mal schauen, wie furchterregend man schon ist.....leider
ging die Sache für Plooh nicht so gut aus, den sie bekam gehörig Ärger von
Frauchen, die sich doch einfach auf Noras Seite stellte. Dann fing Plooh
an, die Zweibeiner anzuknurren, wenn sie den Napf weggenehmen wollten. Auch
diese Dominanzgeste konnte man ihr schnell austreiben. Zweimal die Meinung
gesagt und Plooh machte von da an automatisch Platz am Napf, wenn Frauchen kam.
Von Anfang an besuchte Plooh die Welpenspielstunde......nur zeigte Madame hier
selten etwas von ihrem Temperament, denn man konnte ja vorher so toll mit Gwen
spielen, dass man sich auf dem Hundeplatz mal richtig ausruhen konnte ;-). Ja,
zuhause war Plooh wahrlich kein ruhiger Hund......sie sprang die Hundecouch rauf
und runter, an Gwen hoch, raste hinter Spielzeug her, um denn 1 cm vorher durch
Abknicken der Vorderläufe abzubremsen.....was dann auch leider nicht ohne Folgen
blieb....dazu unten mehr.
Mit etwa 4/5 Monaten wurde Plooh dann zum Wachhund- nachts, versteht sich.
Wenn ein Lüftchen wehte, eine Mücke flog, ein Blatt vom Baum "knallte"...Grund
genug für Plooh, mal ein bis zwei Stunden den Mund aufzureissen ;-) Und des
frühs um 5 wurde die laute Spielrunde mit Gwen eröffnet.
Schon früh erwachte in Plooh der Jagdtrieb, und in der Tat schlägt sie Gwen um
einiges... Wir wissen nicht, wie sie es anstellte, aber im Vögeljagen ist sie
fast schon besser als Maja.....die übrigens hatte bis vor 2 Jahren auch ein
etwas gespaltenes Verhältnis zu Plooh, denn als Nachlaufobjekt war sie nur zu
beliebt.....Die Jagdfreude erstreckte sich aber nicht nur auf Vögel, Kaninchen,
Fasane, Frösche....alles....Grosstiere wie Kühe und Pferde waren auch nicht so
beliebt.......diese brachten Frauchen sogar schon zu Fall.
Plooh konnte man schnell für etwas begeistern- aber genauso schnell sah man ihr
auch an, wenn sie keine Lust auf etwas hatte, was meistens auf Gebieten des
Gehorsams der Fall war ;-)
Morgens hatte Plooh auch ihre Rituale: Zur Begrüßung nimmt sie sich ein Spielzeug
und kommt furchterregendst knurrend auf uns zu.....
Mit anderen Hunden war Plooh in jungen Jahren WILD, WILD, WILD. Robust musste man schon sein, wenn
man sich auf ein Spiel mit ihr einlassen wollte.
Noch zu erwähnen ist Ploohs Talent in jungen Jahren, Dinge zu zerstören (s. ihre
Opferseite).
Plooh liebte alle Menschen, besonders Kinder, und guckte auch gern schon mal durch
fremde Fenster, wenn sich dort jemand aufhielt.
Aber wehe Leute verhielten sich komisch (Rumstehen in einer Ecke, Bäumefällen
etc.), dann machte Plooh unmißverständlich klar, dass man sich SO nicht zu
verhalten hat....wie sollte es anderes sein... durch Kläffen :-) (wie war das
noch... Neufundländer bellen nicht bzw. kaum ;-))
Zuhause zeigte sie sich sehr territorial... rumstreunen von fremden Leuten um IHR
Grundstück duldete Plooh überhaupt nicht! Plooh ist einfach einzigartig eigenartig ;-)
Plooh ist der Hund, der uns in Sachen Gesundheit bislang am meisten Kummer
gemacht hat. Im Alter von 8 Monaten wurde sie an beiden Ellbogen wegen FCP
operiert- das sind Knochenabsplitterungen an den Gelenken, die bei Großrassen
recht häufig im Alter von 5/6 Monaten auftreten, aufgrund von Unfällen oder
wüstem Verhalten.......Sie hat die OP aber sehr gut überstanden und lief bis ans
Lebensende (fast 8 Jahre) beschwerdefrei.
Im Alter von 5-6 Jahren litt Plooh sehr stark unter "HotSpots",
was wir Gott sei Dank aber in den Griff bekommen haben.
Im Alter von 7 Jahren (Januar 2008) mußte Plooh aufgrund einer
Gebärmuttervereiterung und ständiger Läufigkeit (sie wurde gut alle 3 Monate
läufig, gefolgt durch eine Scheinträchtigkeit) kastriert werden.
In der gleichen OP wurde ihr ein Knoten auf der linken Hüfte entfernt. Der
Befund war positiv, d.h. kein Krebs o.ä.. Da sie 1 Jahr zuvor an der Stelle
einen HotSpot hatte, war es vermutlich eine Verkapselung.
Als Gwen uns dann Ende 2006 verlassen hat, hat Plooh sehr
getrauert, so dass wir praktisch "über Nacht" für sie einen neuen Begleiter
brauchten.
Leider waren Ehmi und sie nur ,5 Jahre ein Gespann.
Völlig überraschend mussten wir Plooh am 08.08.2008 im Alter von nicht mal 8
Jahre gehen lassen. Bis um 13 Uhr war sie wie immer. Keine Anzeichen, dass in
wenigen Sekunden alles anders sein würde.
Ob sie einen Schlaganfall hatte (laut Tierarzt am wahrscheinlichsten), eine
Sepsis...wir wissen es nicht.
Ihre Niere
als auch Lunge funktionierten nicht mehr einwandfrei. Sie hörte nicht mehr und
wir hatten zudem den Eindruck, ihre Sehfähigkeit war stark eingeschränkt.
Nachdem sich bis 20 Uhr trotz sämtlicher Untersuchungen und Medikamente keine
Besserung einstellte und ihr das Atmen zur Qual wurde, entschlossen wir uns, sie
zu erlösen.
Sie schlief dann auf ihrem Lieblingsplatz zu Hause friedlich ein.
Jetzt liegt sie neben Nora und Gwen in unserem Garten.
